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Sternhagen 2004

F R E I T A G ,   1 4 . 5 . 2 0 0 4 

Pünktlich wie die Maurer trafen alle Tourenfahrer in Horneburg ein. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Zigarette, für die Raucher, ging es los. Dieses Mal kam unser Freund Bernd P. zum ersten Törn mit. Da er noch kein eigenes Motorrad hatte, fuhr er bei Bernd E. als Sozius mit. Seine Sachen wurden bei Willi E. verstaut. Die Fahrt führte uns bei nicht so schönem Wetter durchs „Alte Land“ auf die größte Elbinsel nach Hamburg Wilhelmsburg. Hier machten wir einen Tankstopp bei der Fa. Jungnickel. Von dort ging es weiter über Hamburg Georgswerder auf die A1 Richtung Lübeck. Bei Hamburg Jenfeld verließen wir die Autobahn 1 und fuhren auf die A 24 Richtung Berlin. Ohne Probleme erreichten wir die Autobahnraststätte Gudow. Hier legten wir eine Frühstückspause ein. Das Wetter war zwischenzeitlich sehr schön geworden und wir genossen noch einen kleinen Augenblick die Sonne. Auf den Weg ins Restaurant fiel mir auf, dass ich meinen Zündschlüssel hatte stecken lassen. Darum musste ich schnell wieder zurück, um den Schlüssel zu holen. Im Eingangsbereich testete Bernd E. das dort aufgestellte Terminal von TollCollect. Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Osten. Die Tour führte uns bis zur Abfahrt Parchim, wo wir die Autobahn verließen. In Parchim tankten wir unsere Maschinen auf. Norbert wollte einmal die V Strom von Willi zur Probe fahren. Auf der B191 fuhren wir bis Plau am See. Danach ging es weiter auf der B 103 und der B 198 bis Mirow am See. Hier machten wir unsere Mittagspause im Restaurant Seeterrassen. Bei strahlendem Sonnenschein saßen wir auf der Terrasse und genossen das leckere Essen. Von hier hatten wir einen wunderbaren Blick auf den See und konnten die Wassersportler und Bootsfahrer beobachten. Es war herrlich und wir kamen uns vor wie im Urlaub. Hier tauschten Norbert und Willi ihre Maschinen. Bei schönstem Wetter fuhren wir Richtung Neustrelitz. Hier hatten wir eine besondere Begegnung mit einem Autofahrer. Von hinten kam er angefahren und überholte trotz Gegenverkehr. Knapp entgingen wir einem Unfall, was auf unsere vorsichtige Fahrweise zurück zu führen war. Die Tour führte uns einmal mehr durch den Müritz Nationalpark. Es ist immer wieder schön hier längs zufahren. Schließlich kamen wir in Möllenbeck an und hier tauschten Willi und Norbert wieder ihre Motorräder. Von Möllenbeck ging es über Feldberg und Fürstenau nach Prenzlau. Zwischendurch führte die Straße durch ein kurvenreiches Waldgebiet. Das bringt immer wieder Spaß solch eine Strecke unter die Räder zu bekommen. In Prenzlau bogen wir nach einem weiterem Tankstopp auf die B 109 Richtung Berlin ab und über Schmachtenhagen erreichten wir schließlich wohlbehalten unser Ziel in Sternhagen. Bei der Anmeldung konnten wir uns aus drei Themen eines für die Sonnabendstour aussuchen. Dafür gab es verschiedenfarbige Bänder, die am Motorrad gut sichtbar angebracht werden sollten. Die Motorräder wurden auf den dafür vorgesehenen Platz abgestellt, abgeladen und dann wurden die Zelte aufgestellt. Auf dem Zeltplatz trifft man fast immer die gleichen Leute wie jedes Jahr. Es ist fast wie eine große Familie. Der eine oder andere Spruch geht dann hin und her und wir wissen, hier sind wir gut aufgehoben. Zum „Richtfest“ der Zelte wird das erste Bier gelenzt. Nach dem Abendessen kam dann der gemütliche Teil des ersten Abends. Bei Musik und Bier oder Wein saßen wir am Lagerfeuer und genossen das Leben. Auf einer kleinen Bühne spielte eine Band, die einen Mitmusiker suchten. Dieser sollte mit ihnen zusammen auf Löffeln musizieren. Norbert erledigte das mit einer großen Bravour, denn er kann Gitarre und Drums spielen. Das war eine richtige Gaudi und die Musiker waren überrascht, einen guten Mitstreiter gefunden zu haben. Es war ein wunderschöner Abend. Bei Bier und Bratwurst im Brötchen saßen wir noch lange zusammen.



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S O N N A B E N D ,   1 5 . 5 . 2 0 0 4 

Nach dem Frühstück ging es zeitversetzt los. Jede Gruppe hatte ein anderes Ziel, je nach dem ausgewählten Thema vom Vortag. Unsere Gruppe besuchte die Johanniter. Hier in der Rettungsstation wurde ein Film über die Tätigkeit der Johanniter gezeigt. Dann teilten wir uns noch einmal auf. Ein Teil der Leute blieb im Gebäude und lernte wie man einen Verletzten versorgt. Hier lag der Schwerpunkt bei einem verunglückten Motorradfahrer. Wir anderen gingen nach draußen zum Rettungswagen und ließen uns die ganze Ausrüstung erklären. Im RTW hat alles seinen speziellen Platz, damit es bei der Bergung und Versorgung eines Unfallopfers keine Probleme gibt. Es wurden uns noch die unterschiedlichen Gerätschaften erklärt und wie sie zum Einsatz kommen. Nach dieser Lehrstunde machten wir uns in der Gruppe auf den Weg zur Burg Stargard. Das Wetter wurde schlechter und es fing an zu regnen. Hier auf der Burg war schon die Gruppe „Altertum“. Diese Gruppe machte Wettkämpfe wie im Mittelalter. Sie mussten unter anderem mit einer Lanze Ringe aufspießen, mit einer Streitaxt eine Bretterwand treffen, so dass die Axt stecken blieb. Auf dem Burggelände gab es noch eine andere Gruppe von Motorradfahrern. Diese Leute fuhren alles alte restaurierte EMWs ( Eisenacher MotorradWerke). Aus den Eisenacher Motorradwerken gingen später die Bayrischen Motorradwerke hervor. Die EMWs waren schöne alte Motorräder und Gespanne. Nach der Besichtigung der alten Maschinen, nahmen wir im Burggemäuer unser Mittagessen ein. Auf dem Burgplatz stand die Gulaschkanone und jeder konnte sich seine Suppe abholen. Nach dem Essen erstiegen wir noch den Burgturm. Auch hier war vieles schon restauriert. Von Oben hatten wir einen wunderbaren Rundblick auf die umliegende Landschaft. Leider regnete es doch ziemlich, so dass wir nicht so lange dort oben verbringen wollten. Wir machten uns an den Abstieg und kurze Zeit später fuhren wir wieder nach Sternhagen zurück. Hier gab es dann Kaffee und Kuchen. Da sich das Wetter wieder beruhigt hatte und die Sonne zum Vorschein kam, genossen wir die Kaffeetafel draußen an der großen Bühne. Hier wurden wir von einer Reporterin interviewt. Anke Buserell stellte uns vor. Unsere Gruppe hatte nämlich die weiteste Anfahrt. Es hat richtig Spaß gemacht an dem Interview teilzunehmen. Ein paar Fotos wurden geschossen. Später erschien dann der Bericht im Uckermark Kurier. Der Zeitungsbericht wird am Ende meiner Niederschrift unserer Fahrt erscheinen. Nach dem wir unsere Meinung zum Motorradtreffen in Sternhagen kundgetan hatten, ging es weiter zum obligatorischen Salatschnippeln. Diese Gaudi lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Es macht immer wieder viel Spaß mit vielen anderen das Abendessen vorzubereiten. Später am Abend füllte sich der Festplatz. Es wurde ein schöner Ausklang des Tages bei Musik auf der Hauptbühne. Nach dem die Musiker ihren Auftritt beendet hatten, saßen wir noch lange am Lagerfeuer, sangen einige Lieder, tranken das eine oder andere Bier oder Wein. Außerdem aßen wir noch die leckere Grillwurst im Brötchen. So nach und nach verschwanden wir in unseren Zelten. Auf dem Zeltplatz hörte man die verschiedensten Schnarchgeräusche. Es war lustig den verschiedenen Schnarchern zu lauschen. Als es hell wurde kam der berühmte Schreivogel. Er hat zwei Beine aber keine Flügel und lacht sich öfter über seine Gedanken, die ihm durch den Kopf gehen, kaputt. Oder er ruft ganz laut zum Frühsport auf. Dass wird dann meistens mit einem kräftigen: „Halts Maul!“ quittiert. Wenn der Schreivogel dann seinen Schlafsack gefunden hat, dann kehrt wieder Ruhe ein und es kann noch eine Mütze Schlaf genommen werden.



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S O N N T A G ,   1 6 . 5 . 2 0 0 4 

Nach einer kurzen aber ruhigen Nacht ging es zum Frühstück. Es ist immer schön, wenn man sich um nichts kümmern muss. Der Kaffee ist fertig, die Brötchen sind geschmiert und die Eier sind gekocht. Was will man mehr am Sonntagmorgen. Hier sei einmal ein dickes Lob an die vielen Helfer ausgesprochen, die dieses Wochenende erst möglich machen. Es ist immer alles gut organisiert. Macht weiter so!!! Nach dem Frühstück wurden die Zelte abgebaut, die Maschinen beladen. Dann verabschiedeten wir uns noch und versprachen am nächsten Treffen wieder teilzunehmen. Dann begann die Rückfahrt. Es lief aber nicht so reibungslos wie geplant. Zuerst ging alles glatt. Wir nahmen die gleiche Strecke unter unsere Reifen wie auf der Hintour. Zwischen Röbel und Plau am See aßen wir zu Mittag. Dann ging es weiter Richtung Heimat. Kurz vor Lübz sah ich plötzlich Volker nicht mehr. Ich machte die anderen vor mir Fahrenden darauf aufmerksam. Gemeinsam fuhren wir zurück. Volkers Yamaha machte Schwierigkeiten. Ab einer gewissen Geschwindigkeit nahm seine Maschine nicht mehr richtig Gas an. Also ging es nach einer kurzen Untersuchung langsamer weiter. In Parchim legten wir noch einen Tankstopp ein, um dann bald auf die A 24 Richtung Hamburg zu fahren. Unser Pech auf der Rücktour war aber noch nicht zu Ende. Auf der Autobahn vor der Raststätte Gudow merkte ich wie Gillo unruhig auf seiner Maschine saß und am Benzinhahn drehte. Auch schaltete er mehrmals kurz hintereinander. Es war also etwas nicht in Ordnung. Plötzlich kam aus einem Endtopf blauer Qualm zum Vorschein. Wir bogen auf den Rastplatz ab und legten eine Zwangspause ein. Mit dem vorhandenen Werkzeug wurden die Zündkerzen entfernt. Wir leuchteten in die Zylinder und sahen die Bescherung. In einem Kolben war ein Loch zu sehen. An eine Weiterfahrt war nicht zu denken. Doch wir hatten Glück. Bernd E.s Frau Heidrun war mit dem PKW Anhänger in Ammersbek. Sie wurde telefonisch nach Gudow bestellt. Das Wetter war wunderbar und so genossen wir trotz aller Ärgernisse die Sonne. Bernd E. holte Heidrun dann über die Autobahnbrücke auf unsere Seite. Die alte Yamaha XJ 550 von Gillo wurde verladen. Seine Sachen wurden im Kofferraum verstaut und Heidrun brachte ihn nach Brochdorf zurück. Wir anderen „Mohikaner“ setzten unseren Heimweg fort. Ohne weitere Probleme kamen wir zu Hause an.

Später stellte sich noch heraus, dass sich an Volkers Yamaha die Benzinzufuhr, trotz Benzinfilter, von Dreck teilweise dicht gesetzt hatte.

Es war einmal mehr eine schöne Tour für mich. Sternhagen ist bei uns fest gebucht!!!



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