Pyrenäen (Andorra - San Sebastian und zurück)

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Vor Jahren hat Börni, der einzige Katholik unter uns, gemeint er müsse mal mit dem Motorrad nach Santiago de Compostela.
Die anderen aus unserer Gruppe der noch aktiven Motorradfahrer meinten die Pyrenäen als Ziel sollte schon reichen. Die Entfernung schreckte die noch arbeitenden Mopedfahrer jedoch ab.
Nun haben mehrere Umstände dazu geführt, dass außer mir, alle im Ruhestand sind. Da ich mir die Länge und den Termin meines Urlaubs selber genehmigen kann, konnten wir für diese Tour einen geeigneten Zeitplan stecken. Wir brachen am 26.08.2025 auf und wollten am 13.09.2025 wieder in Stade ankommen.

Im Rahmen dieser Tage planten wir dann die Tour. Eckdaten, die sich aus den Wünschen einzelner ergaben waren:
- San Sebastian als weitesten Punkt. Daher auch das Motto der Tour "Auf einen Café Cortado nach San Sebastian"
- Drei Tage Zeit in der Stadt (Zwei Tage Fahrpause)
- In den Pyrenäen mindestens zwei Orte mit mehr als einer Übernachtung.
- Der Schmugglerpfad von Andorra nach Spanien
- Eine Nacht an der Ardèche
- Route de Combe Laval (Vercors, Col de la Machine)

An drei Abenden haben wir die Grobplanung der Strecke vorgenommen und nach geeigneten Unterkünften gesucht und alle im Voraus gebucht.
Die Reiter entsprechen den Übernachtungsorten bzw. Tagesziele.

Wenn in den Texten die Unterkünfte nicht expliziet genannt sind, finden sie sich in der Rubrik "Wohlfühlorte" wieder.

Wenn meine Frau und ich unseren Sohn in Frankreich besucht haben, bot sich eine Übernachtung auf halber Strecke an. So sind wir das erste Mal in der Nähe von Newel gelandet. Dort bieten sich "Zenners Landhotel" oder "Gasthaus Sonnen" bei Neuhaus, beide an der B 51, an.
Für eine Männergruppe halte ich die Öffnungszeiten und das Angebot des Gasthauses Sonnen für geeigneter, doch dieses war an unserem Wunschtermin leider ausgebucht.
Die Tagestour war in großen Teilen nicht so spannend. Wenn man mit dem Motorrad eine weite Anreise hat, bleibt nur, viele Kilometer auf der Autobahn zurückzulegen. Bernd hat es jedoch geschafft, so rechtzeitig von der Autobahn abzufahren, so das wir noch ein wenig von den Reizen der Eifel genießen konnten.
Lang gezogene Kurven und passähnliche Straßen durch Wälder erwarteten uns.
Unsere Recherche führte zu einer Buchung im:

Restaurant Landgasthof "Zum Wiesengrund"
Im Wiesengrund 14
54309 Newel (OT Besslich)
Die Zimmer sind einfach ausgestattet und nicht sehr groß. Mein Bad war neu renoviert und die Fliesen haben mir so gut gefallen das ich über eine Anschaffung bei der nächsten Renovierung nachgedacht habe.
Die Speisekarte war ansprechend und deckte unsere Bedürfnislage locker ab.
Die Gerichte waren ausgesprochen schmackhaft und frisch zubereitet. Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen.
Die Bedienung war umsichtig und nett, das Preis- Leistungsverhältnis empfand ich als angemessen.

Der Frühstückstisch war reichlich gedeckt, leider haben wir die Müsliabteilung erst beim Verlassen des Frühstückraumes entdeckt. :-)
Den zweiten Reisetag haben wir auch zum größten Teil auf der Autobahn verbracht.
Wir haben uns bewusst für die Rote durch Luxemburg und Frankreich entschieden, weil es in diesen Ländern erlaubt ist, im Stau zwischen den Autos hindurchzufahren.
Bei hohen Temperaturen und Staus ist das natürlich ein großes Plus an Komfort.
Von Staus blieben wir verschont und große Hitze hat uns auch nicht zu schaffen gemacht.
Es begann sogar zu regnen. Ein relativ kurzer aber heftiger Schauer überraschte uns.
Wir hatte jedoch großes Glück, als der Regen heftiger wurde erreichten wir gerade einen Rastplatz.
Die Motorräder parkten wir unter ein paar großen Bäumen und wir krochen unter das Vordach eines Kaffeestandes. Cool, geschützter Platz und noch einen warmen Kaffee in den Händen. Manchmal braucht es nicht viel um sich wohl zu fühlen.
Als wir mit dem Kaffee durch wahren, der Regen mit seiner Aufgabe aber noch nicht, fanden wir Zuflucht unter dem Vordach eines Toilettenhäuschens.
Bernd hatte eine Route, auf der Autobahn um Lyon herum geplant. Ich bin das erste Mal ohne Stau und Stress in die Gegend südlich dieser Stadt gelangt.
Bevor das Chaos von Grenoble erreicht war, verließen wir die Autobahn in Richtung Vercors und erhielten auf der kurvenreichen D 531 schon einmal einen Vorgeschmack der Köstlichkeiten die uns diese Landschaft am folgenden Tag präsentieren wird.
Wir nächtigten im
Hotel Restaurant La Buffe218 RUE DES COLES
38880 AUTRANS
Das Zimmer war gemütlich, Bad und Toilette waren getrennt. Der Ausblick nett. Die Lage sehr ruhig.
Der Hotelmanager war beunruhigt wegen unserer Motorräder. Es sind wohl schon mal welche gestohlen worden. In der Nacht standen unsere Motorräder in einem Holzunterstand und der Manager hat einen Lieferwagen so davor platziert, so dass ein Diebstahl fast unmöglich war.
Das Hotel hatte ein Schwimmbad.
Das Restaurant bot regionale Küche zu gehobenen Preisen für kleine Portionen.
Wir haben den Abend dort relativ schnell beendet.
Volker hatte sich eine Übernachtung an der Ardèche gewünscht. Er hatte schöne Kindheitserinnerungen an diese Gegend und wollte diese gerne auffrischen.
Wir fuhren an diesem Tag durch die schönsten Schluchten und Strecken durch das Vercors, streiften die Provance, überquerten die Rhone und fuhren nach Saint-Martin-d'Ardèch.
Die Panoramastraße Combe Laval ist an sich schon spektakulär, doch mit dem Wolkenspiel an diesem Tag kam noch eine weiter Komponente hinzu.

Auf der weitern Tour kamen wir an einem Aussichtspunkt vorbei. Volker hatte hier eine Idee für einen speziellen Schnappschuß.
Gerade als der kleine Hunger kam, endeckten wir dieses idyllisch an dem Fluss Roubion liegende Lokal und fanden einen schattigen Platz im Garten.
Wir erhielten nicht nur Wasser und Kaffee sondern auch noch einen sensationellen Crêpes Caramel.
Weil das Lokal und die Strecke dorthin (D128) so schön war:
La Fontaine Minerale Cafe Restaurant
1210 Route de Crest
26160 Pont-de-Barret
In Saint-Martin-d'Ardèche suchten wir ein Lokal im dem wir zu Abend essen konnten. Das gestaltete sich etwas schwierig, zum einen waren viele Lokale geschlossen, zum anderen unterbrachen wir unseren Spaziergang wegen eines heftigen Regens. Wir stellten uns unter den Vordächern der Pizzalieferdienste und geschlossenen Kneipen unter.
In einem Imbiss ergatterten wir dann einen Platz und genossen ein einfaches Mahl (Hamburger, Pommes) und spülten dieses mit leckerem, lokalen Bier herunter. Im Hintergrund spielte, in unaufdringlicher Lautstärke, Musik, die an diesem Abend genau unseren Geschmack traf.
Der Wirt erlaubte mir ein Foto von der YouTube-Seite die er gerade auf seinem iPad geöffnet hatte. Zuhause habe ich dann nach "Soft Chill House Mix - Amii Watson B2B Jimmi Harvey" gesucht. Höhre ich nun zuhause gelegendlich und erinnere mich gerne an diesen Abend. :-)
Unser Rückweg führte uns am Ufer der Ardèch entlang. Es hätte durchaus romatisch sein können, doch Millionen von Insekten tanzten im Licht der Straßenlaternen und machten jeden Atemzug zu einer Herausforderung. Herr Nehberg hätte sich sicherlich an der Proteinzufuhr erfreut, wir filterten die Luft mit unseren Zähnen hinter spitzen Lippen.
Zurück am Hotel habe ich die gepflegte, hoteleigene Poolanlage abgelichtet.
Nach einer ruhigen Nacht in einem kleinen aber feinen Zimmer genossen wir ein reichhaltiges Frühstück und machten uns gestärkt auf die Tour in Richtung Carcassonne.
Die Motorraäder standen geschützt auf einem großen Parkplatz hinter dem Hotel. Wir fuhren unter dem Gebäude hindurch direkt zu der Brücke über die Ardèche, die direkt vor dem Hotel lag.
Die Stahlseile der Brückenkonstruktion wurden in riesigen Betonklötzen gehalten, die auf dem Gelände des Hotels standen.
Eine Ampel regelte den Einbahnstraßenverkehr über die Brücke die tolle Ausblicke zu beiden Seiten ermöglichte.
Den größten Teil der Tagestour legten wir auf kleinen und kleinsten Straßen zurück.
Wir starteten bei Sonnenschein, mussten im Laufe des Tages aber noch ein paar Regentropfen einstecken.
Es war der Reisetag mit den meisten Pässen, zwar waren diese alle nicht sehr hoch, habe aber trotzdem für Fahrspaß gesorgt.
Col de l'Asclié 905 m
Col de Bès 711 m
Col de la Triale 612 m
Col des cabones 493 m
Col du Coustel 883 m
Col du Triby 864 m
Col de l'Ayrole 916 m
Col de la Bane 1003 m
Col du Cabarétou 941 m
Col de Cousses 650 m

Während einer kleinen Pause konnten wir Schafe und Ziegen beim Grasen beobachten.
Es war eine unglaubliche Stille in dieser Umgebung.
An einem Aussichtspunkt machten wir kurz halt um u.a. dieses Foto zu schießen.
Allerdings beeindruckten mich die riesigen Vögel am Himmel noch viel mehr. Leider sind die Fotos nicht zeigenswert.
Ich denke es waren Geier, riesige Tiere in sehr großer Höhe. Flügelschläge warfen nicht zu sehen, sie kreisten einfach, scheinbar bewegungslos durch die Wolken.
Carcassonne empfing uns mit Straßensperrungen, Umleitungen und Staus. In der Stadt war "Feira de Carcassonne", ein über mehrere Tage gehendes Festival.
Unser Hotel lag mitten in der gesperrten Zone. Bernd konnte mit den Angaben des Navis nichts mehr anfangen. Er enschloß sich über eine Zebrastreifen auf einen Fußweg zu fahren und die Absperrung so zu umfahren. Eine Ordnungskraft fühlte sich berufen uns zu stoppen und schien schon zu einer Tirade auszuholen, doch als Bernd ihm die Adresse zeigte empfahl er uns diesen Plan weiter zu verfolgen. Er kannte keine legale Alternative.
Die Dame vom Hotel geb uns Schlüssel zu einer Garage, hinter dem Hotel. Einziger Haken, nur durch eine Fahrt durch eine Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung war diese für uns zu erreichen.
Hat geklappt. In einer alten Garage (Scheune), gesichert von drei Schlössern, verbrachten unsere Mopeds sicher die Nacht.

Wir stürzten uns ins Getümmel, schnell einen Happen essen und ab zum Festivalgelände, in Hörweite unseres Hotel.
Alle Getränke wurden in diesen einheitlichen Pfandbechern verkauft.
Die Stimmung war unglaublich ansteckend. Fröhliche Gesichter um uns herum, obwohl wir ab Mitternacht weit über dem Altersdurchschnitt der restlichen Gäste lagen.

Ich hätte mich gerne noch weiter auf dem Festplatz herumgetrieben, ich hatte keine Lust auf den üblen Geruch in unserem Hotelzimmer. Die Tapeten hingen mit dunklen Flecken überseht von der Decke und waren sicherlich die Ursache des Geruchs.
Die Türen im Flur und zum Zimmer waren extrem schmal. Das Gepäck in die Zimmer zu bringen ging nur in kleinen Partien.
Dieses ist der Blick von meinem Frühstücksplatz.
Zurück in die 1970er-Jahre, Makramee Blumenampel und eine Topfpflanze die vom Pflegezustand den Eindruck erweckte, sie sei auch aus der Zeit.
Die Lage des Hotels war perfekt, die Managerin super freundlich, doch das Zimmer und das Frühstück erklärten den günstigen Preis, über dessen Angemessenheit ich noch nachdenke.
Nachdem wir unsere Motorräder aus der wirklich gut gesicherten Garage geholt und sie vor dem Hotel bepackt hatten, machten wir uns auf den Weg nach La Seu d'Urgell, unserem nächsten Ziel. In La Seu d'Urgell hatten wir für drei Nächte ein Hotel gebucht. Wir wollten von dort die Umgebung auf Tagestouren erkunden und mal nicht packen und mit dem Gepäck fahren müssen.

An diesem Tag sollten wir die Pyrenäen direkt erreichen. Um an unser Ziel zu gelangen, mussten wir durch Andorra fahren. Ich wusste schon, was uns da erwartet, und hab mich auf die Straßen sehr gefreut.
Wir starten bei leichtem Regen, aber das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser. Auf wiederum kleinen und kleinsten Straßen überquerten wir einige kleine Pässe und erreichen dann den Pass „Col du Chioula“. Der ist zwar auch nur 1431 m hoch, stellt für mich aber so etwas wie den Einstieg in die Pyrenäen dar. Von hier sind die hohen Berge schon gut zu sehen.
Vorbei an Ax-les-Thermes erreichten wir Andorra mit den extrem gut ausgebauten Straßen und dem tollen Ausblick vom Pass „Port d'Envalira“, dem mit 2408 m höchsten Pass auf unserer Tour. Am Aussichtspunkt „Mirador Circ de Pessons“ legten wir einen Stopp ein und machten ein paar Fotos. Dort trafen wir einen Motorradfahrer mit einer betagten BMW K 100. Er kam uns quasi entgegen, also aus Spanien in Richtung Frankreich, er hatte einige Tipps für uns, die wir uns gerne anhörten.
Als wir in La Seu d'Urgell ankamen trauten wir unseren Augen nicht, wir hatten ein Déjà-vu. An den Straßen standen wieder Plakate auf denen auf ein Fest hingewiesen wurde, ja in diesem Ort war ein Fest, dass über die ganze Woche ging und die Straßen waren wieder gesperrt.
Das Stadtfest nennt sich "Fiesta Mayor de La Seu d'Urgell" und findet jedes Jahr am letzten Augustwochenende statt.
Hier ein Link zum Veranstaltungaprogramm 2025.
Unser Hotel lag wieder mittendrin, aber diesmal direkt neben dem Veranstaltungszelt. Zum Glück konnten wir wieder über den Gehweg fahren und diesmal unsere Motorräder direkt auf dem Innenhof des Hotels parken.
Ohne dass wir irgendwas sagen mussten, hat das Personal im Hotel sofort erkannt, dass wir unterhopft sind. Uns wurde einfach gleich ein Bier gebracht, dass wir auf der Terrasse des Hotels getrunken haben. Ja, es war eine anstrengende Fahrt. Es war sehr heiß an dem Tag und wir haben das Bier wirklich sehr genossen. Im Gegensatz zu Frankreich war das Bier in Spanien extrem günstig. Volker hatte noch die Energie sich in das Treiben des Festes zu stürzen und einige Fotos von den Aktivitäten dort zu machen. Es wurden riesige Figuren durch den Ort getragen und dazu spielte Live Musik, viele kleine Gruppen die jeweils ein paar Figuren trugen wurden von einer kleinen Gruppe musizierender Leute begleitet.
Gegen 23:00 Uhr, nach einem guten Essen, machten wir uns auf den Weg ins Bett. Aber wirklich einschlafen konnten nicht, wie gesagt, wir waren direkt neben dem Veranstaltungszelt und um 24:00 Uhr beziehungsweise um 00:00 Uhr begann die Live Musik dort. Plötzlich wurde es unglaublich laut und richtig gute Stimmung und Musik übertrug sich direkt in unsere Betten. Um 2:00 Uhr endete die Musik genau so plötzlich wie sie begann.
Der Tag mit der größten Herausforderung.
Vor der Tour hatten wir einen Artikel über den Schmugglerpfad von Andorra nach Spanien über den Ort Tor gelesen.
Eine unbefestigte Straße mit wunderschönem Panorama in den Bergen der Pyrenäen wurde dort versprochen.
Wir hatten uns vorgenommen, wenn es nicht regnet, diesen Pass zu fahren.
Wenig Lust hatten wir auf den zu erwartenden Stau an der Grenze zu Andorra. Er war zwar nicht so stressig wie am Vortag, als wir gefühlt eine Stunde in sengender Hitze auf die Durchfahrt warteten, doch es zog sich wieder hin, ein wahrer Grund dafür war schwer zu erkennen.
Nachdem diese Hürde genommen war und wir den preiswerten Sprit in unsere Mopeds gefüllt hatten, bogen wir dann bald ab, in Richtung "Coll de Cabus", der mit seiner Höhe von 2302 m schon ein recht hoher Pass ist.
Diese nachhaltig beeindruckende Tour auf den Pass war mehr als eine Entschädigung für die Warterei an der Grenze. Die Straße war, wie in Andorra zu erwarten, in tadellosem Zustand. Die Streckenführung wie von einem leidenschaftlichen Motorradfahrer geplant und die Aussicht auf die Berge und in die Täler wie von einem Kunstmaler arrangiert.
Dieser Punkt auf der Strecke, den ich für das Foto aus meinem Video ausgewählt habe, zählt zu meinen emotionalen Highlights dieser Tour.
Auf dem Pass angekommen haben wir uns eine Pause gegönnt und das Panorama in vollen Zügen genossen.
Auf dem Foto könnte der Eindruck entstehen das wir allein hier waren, mit Nichten. Ein Reisebus mit Rentnern aus Deutschland war vor uns angekommen. Die waren aber ebenso geflasht wie wir und hatten richtig gute Laune. Wir scherzten ein wenig mit einander und einer aus der Truppe hat dann dieses Foto von uns geschossen.
Auf den Wiesen an diesem Pass grasten eine reihe, frei herumlaufender Pferde. Ein besonders schönes Exemplar hat Börni hier abgelichtet.
Auf dem Pass ist die Grenze zu Spanien, allerdings ist das eher ein statistischer Wert, einen Grenzübergang oder eine Kontrollstation gibt es hier nicht. Daher wurde und evlt. wird diese unbefestigte Straße, die in den Ort Tor führt, als Schmugglerroute bezeichnet.
Der Ort Tor zeigt im Internet eine erstaunlich große Präsenz. Z.B. Hier mit der Überschrift: „Tor, das Mörder-Dorf an der Schmugglergrenze zwischen Katalonien und Andorra“.
Wir haben zu dem Zeitpunkt unserer Tour nichts weiter über diesen Ort gewusst. Einige Beschreibungen dieser Route hatten wir jedoch vorher gelesen und wir waren uns einig, wir müssen da hin, passt in die Reihe unserer bisherigen Highlights wie den Tunnel am „Col du Parpaillon“ (2015), oder den „Col de Tende“ (2022), jedoch nicht bei Regen. Es blieb zum Glück trocken. Nun konnten wir die wunderschöne Aussicht und die freilaufenden Pferde und Kühe bewundern und uns über die tiefen Krater und großen Steine auf dem Weg wundern.
Die in vielen Videos zu sehende „Flussdurchfahrt“ war nicht so spektakulär wie oft beschrieben. Das Rind, das scheinbar auf Bernd zuschoss, machte da schon mehr Eindruck.
An diesem Tag hatten Bernd, Börni und Volker beschlossen eine Fahrpause einzulegen und den Ort näher zu erkunden. Zum einen waren im Rahmen des Festes viele Veranstaltungen von Vereinen und Gruppen zu bewundern, zum anderen war der Ort 1992 im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in Barcelona Austragungsort für die Kanuwettbewerbe. Die Slalomstrecke wird noch genutzt.
Ich hatte während der Tourvorbereitung einige Videos von Leuten angesehen die in dieser Region auf Tour waren. In meiner Karte steckten noch Nadeln von Punkten die ich anfahren wollte, also machte ich mich allein auf den Weg.
Der „Col de la Creueta“ war einer dieser Punkte. Er liegt östlich von La Seu d’Urgell auf der Strecke Richtung Barcelona. Auf der Route bin ich an einigen Wasserentnahmestellen an der Straße vorbeigekommen. Einheimische füllten dort Kanister mit Wasser, das scheinbar aus dem Berg zu sprudeln schien.
Die Auffahrt zu dem Pass lag auf der Sonnenseite, es war angenehm warm und eine klare, schöne Aussicht erwartete mich. Ich habe mich schon sehr auf die ausgearbeitet Rundtour gefreut. Am Pass angekommen blickte ich in ein schwarzes Loch. Die Aussicht ins Tal war von einer dicken Regenwolke blockiert. Darauf hatte ich gar keine Lust. Kurz entschlossen änderte ich meinen Plan und drehte um.
Am Fuße des Passes traf ich auf drei Motorradfahrer aus den Niederlanden. Wir hatten eine kurze, nette Unterhaltung. Ich erfuhr unter anderem, dass meine geplante Tour wohl wirklich einige sehenswerte Strecken beinhaltet hätte. Die Drei machten hier schon häufiger Touren und kannten sich aus. Nun wollten sie in Richtung Barcelona und suchten ebenfalls nach einer Route ohne Regen.
Auf meinem Rückweg habe ich einen kurzen Stopp am Hotel eingelegt und meine Drohne eingepackt. Ich bin dann weiter in südwestlicher Richtung gefahren und habe wunderschöne Pässe und kurvenreiche Straßen genossen. Das Wetter war super, auf gut ausgebaute Straßen habe ich schöne Ausblicke in die Täler und auf angrenzenden Berge genossen. Es war einfach purer Genuss.
Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, wir werden am nächsten Tag auf der Weiterfahrt genau diese Strecke noch einmal fahren. Ich hatte gehofft irgendwie den Berk umfahren zu können und dann von Norden oder Osten zum Hotel zurückzukehren. Das ist mir aber nicht gelungen. Ich musste die Strecke nochmal wieder zurückfahren. Das tat dem Genuss aber keinen Abbruch. Es war eine wirklich wunderschöne Tour.
Ein paar Fotos von dem ersten Pass un dem Panorama.
An diesem Ort habe ich meine Drohne das letzte Mal steigen lassen.
Ein paar Tage später wurde sie von einer Windböe erfasst und ich habe sie nie wieder gesehen.
Eines der Fotos die Börni auf dem Stadtrundgang geschossen hat.
Wie schon erwähnt, ein aktiver Rest der Olympischen Sommerspiele von 1992, die noch genutzte Wildwasserstrecke.
An unserem letzten Abend in La Seu d' Urguell setzt ein großes Feuerwerk den feierlichen Schlusspunkt .
Volker hat sich in das Getümmel gewagt und auch noch ein paar Informationen gesammelt.
In den letzten Jahren finden immer mehr junge, zum Teil kostümierte Menschen Spaß daran (wie uns der deutschsprachige Leiter der Tourist-Info sagte), das Feuerwerk durch einen Umzug durch die Altstadt einzuleiten. Während des Umzugs werden die ganze Zeit Feuerwerks-Sprühfontänen (ähnlich dem z.B. Goldregen) entzündet. Entweder drehbar an einem Stab von den, den Umzug vorangehenden Leuten getragen, oder fest installiert, abschnittsweise über den Altstadtgassen.







Ein Klick auf das Foto hier unten startet ein kleines Video.
Vorsicht, es ist recht laut. :-)
Das Gemisch aus Feuerzauber, Rauch und mittelalterlich klingenden Trommelschlägen ist sehr beindruckend und sollte man nicht verpassen. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Möglichst Kleidung tragen, wo ein kleines Brandloch kein Beinbruch ist. Viele im Umzug, oder die Zuschauer, die die Gassen säumend, tragen Tücher vor dem Gesicht, um sich vor dem Feinstaub in der Luft zu schützen. Ein hoffnungsloses Unterfangen.
Nachdem wir das, im Niveau nochmal wieder gesunkene Frühstück genossen hatten, fuhren wir dann, leicht gestärkt in Richtung Südwesten mit dem Ziel Sabiñánigo. Ich genoss erneut die perfekten Straßen über die ersten beiden Pässe und den, an diesem Tag durch das bessere Wetter, noch grandiosere Panorama von der Aussichtsplattform am Coll de Bóixols.
Andere Motorradfahrer kamen uns an dem Punkt entgegen, stoppten kurz und fuhren ohne abzusteigen weiter. Ich erkannte mich sofort wieder, so habe ich mich im letzten Jahr verhalten als meine Hüfte jedes Ab- und Aufsteigen zu einer Tortur machte, und ich dadurch so viele Besonderheiten am Wegesrand nicht genossen habe. Ich hätte den Jungs am liebsten hinterhergerufen, dass Sie gerade einen, in meinen Augen, großen Fehler begehen.
Unser Hotel in Sabiñánigo erreichten wir über einige Umwege über lange Umleitungsstrecken. Wir hatten im „Mi Casa“ für zwei Nächte gebucht. Das Hotel lag zentral in dem kleinen Ort. Als Parkmöglichkeit erhielten wir für 20,00 € eine Garage auf dem Gelände des Nachbarhotels zugewiesen. Das Gelände und alle Garagentore wurden videoüberwacht, und das richtige Garagentor per Fernbedienung geöffnet, sobald wir das Grundstück betraten.
Die Zimmer waren großzügig und hatten einen Balkon zur Hauptstraße. Für unsere verschwitzten Klamotten war das ein hervorragender Ablageort.
Wir entdeckten gleich am ersten Nachmittag eine Bar "Bar Villacampa" Av. del Ejército, 21, 22600 Sabiñánigo, Huesca, Spanien in der sich fußballverrückte Einheimische aufhielten. Die Gäste trugen Trikots, u.A. von deutschen Vereinen.
Leider schloss die Bar recht früh und wir konnten dort nicht essen.
Also probierten wir das Menü im Restaurant in unserem Hotel. Die Küche konnte uns nicht begeistern, am zweiten Abend besuchten wir die Pizzeria "Amo La Vita".
Für den zweiten Tag in Sabiñánigo hatten wir eine Tagestour geplant. Ich hatte die Route mit Kurviger geplant und auf Bernds Navi kopiert. Ich habe die Route dort auch importiert und kontrolliert. Nach wenigen Kilometern führte uns Bernds Navi in ein kleines Dorf und beendete die Route dort. Alle weiteren Wegpunkte waren verschwunden.
Das führte dann zu einer geänderten Reihenfolge in der Gruppe und so kamen Volker und ich auch mal in den Genuss, ohne Vorderman zu fahren und das auch noch ohne Gepäck auf einer traumhaften Strecke.
Wir fuhren an den Stauseen „Embalse de Búbal“ und „Embalse de Lanuza“ und dem Fluss „Rio de Gállego“ entlang und schossen dieses Foto als wir einen idyllisch gelegenen Rastplatz ansteuerten.
Die Fotos entstanden an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich auf dem „Col du Pourtalet“ (1794 m). Auf diesen Fotos ist die Schönheit der Berge und Landschaft zu erahnen, was im Verborgenen bleibt, ist der starke Wind der dort blies.
Ich wollte an diesem Ort unbedingt ein paar Drohnenaufnahmen mach und stellte mich in den Schatten eines Wohnmobils um mein Display besser erkennen zu können. Was ich nicht bedachte, ich stand auch im Windschatten. Meine Drohne startete daher problemlos und so ermutigt schickte ich, mit einer entschlossenen Bewegung meines Fingers, die Drohne senkrecht in die Höhe. Kaum, dass sie den Windschatten verließ trieb sie sofort über die Schlucht. Alle versuche die Drohne in meine Richtung zu fliegen scheiterten. Die Meldungen änderten ihre Brisanz von Der Wind ist zu stark, eine „Rückkehr zum Startort ist nicht möglich“ zu „Akkustand niedrig“ bis zur Anzeige des schwarzen Bildschirms. Kurze Fassungslosigkeit, und dann blieb nur Reste verstauen und Tschüss.
Zurück in Sabiñánigo brauchte ich erstmal ein Trostbier und ein Aufbaubier und ein Bier um auf andere Gedanken zu kommen.
Jedoch wollte das nicht sofort klappen. In unseren Bieren schwamm eine merkwürdige Masse. Als wir den Wirt fragten, was da in unserm Bier schwimmt, hat er uns das erklärt und gezeigt.
Er lagert seine Gläser in der Tiefkühltruhe, damit das Bier kalt serviert werden kann und noch ein wenig kühl bleibt. Die Gläser sind so kalt, dass sich Eis im Bier bildet. Sieht nicht so lecker aus, wirkt aber fantastisch.
Die Beiden hinter dem Tresen waren irgendwie faszinierend. Er kannte Hamburg, weil er dort 2017 an der Kicker Weltmeisterschaft (Tischfußball) teilgenommen hat. Ihm hat Hamburg gefallen, seine Augen glänzten ein wenig als er in Erinnerungen schwelgte.
Die Dame war wieselflink unterwegs, immer in Aktion. Wir haben uns über die Begegnung sehr gefreut und während und nach der Tour öfter über die Beiden gesprochen.
Einige Gäste, bekleidet mit Trikots deutscher Mannschaften, suchten auch den Kontakt zu uns, wir können kein Spanisch aber mit Händen und Füßen kamen ein paar Informationsaustausche zustande. Die Männer waren über die Tabellenstände der 1. und 2. Bundesliga bestens informiert.
Aufbruch nach San Sebastián, das Ziel und der Wendepunkt dieser Tour.
Die Routenführung verlief etwas ausserhalb der Pyrenäen, wir wolten unser Ziel ja auch noch an diesem Tag erreichen.
Unverhofft kommt oft, obwohl nur drei Pässe auf dem Plan standen, Puerto de Cuatro Caminos 848 m, Puerto de Aibar 707 m und der Alto de Belate mit 547 m erwartete uns eine kurvenreiche Fahrt mit wunderschönen Ausblicken in weitläufige Täler.
Hier ein paar Fotos die ein wenig von dem Eindruck der besonderen Landschaft transportieren.
Wir waren an dieser Stelle so gut drauf, dass wir sogar ein paar gestellte Aufnahmen produziert haben. Die Aufnahme mit der Vorbeifahrt hat es sogar in unser YouTube-Video geschafft.
Dieser Ausblick auf den Strand genossen wir etwa 600 m vor Erreichen unseres Hotels in San Sebastián.
Wir hatten für drei Nächte Zimmer im
LETOH LETOH San Sebastián
Matia Kalea, 18
20008 Donostia / San Sebastián
gebucht.
An der Stelle an der wir unsere Mopeds parkten um das Gepäck ins Hotel zu bringen war, wie fast überall in San Sebastian, das Parken verboten. Be- und Entladen war jedoch möglich.
Hier eine kleine "Parkkunde" für San Sebastián. zum einen bekamen wir die Info von einer Anwohnerin und zum Teil von Googles KI. :-)
Farbige Linien am Strassenrand markieren die verschiedenen Parkzonen.
Blau - Standard-Parkzone, meist auf 1,5 bis 9 Stunden begrenzt.
Grün - Parkdauer bis 9 Stunden für Anwohner, Gäste müssen Gebühren zahlen.
Rot - Parkdauer max. 90 Minuten gegen Gebühr.
Orange - Die teuersten Parkplätze für max. 90 Min.
Weiß mit Zusatz "R" oder "B" - Anwohnerparkplätze
Gelb - Ladezone oder Bushaltestelle
Weiß - Kostenfreie Parkplätze, extrem selten.
Weiß mit dem Zusatz "M" oder "MOTO", kostenfrei für Motorräder (Roller...)
Hier stehen unsere Mopeds an der weißen Line ca. 400 m vom Hotel entfernt.
Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Tauschen der Kleidung, erstmal ab an den Strand. Es ist Donnerstag, nur sehr wenige Menschen tummeln sich in dem Sand an dem schönen Stadtdtrand, der zu den schönsten Europas gewählt wurde. Die Wellen schlagen recht hoch an die Uferwände und erfreuten einige Serfer auf der anderen Seite der Bucht.
Am Abend besuchten wir ein für San Sebastian typisches Rastaurant. Auch wenn es sich aus der Bezeichnung nicht unbedingt ergab waren die servierten Gerichte sehr fischlastig, aber lecker.
In unserem Hotel geb es kein richtiges Frühstück, ein perfekter Ersatz befand sich jedoch auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort ist eine Bäckerei mit einem sehr guten Frühstückangebot.
La Tahona
Matia Kalea, 5,
20008 Donostia / San Sebastián
Bernd, Börni und Volker hatten schon vor der Tour entschieden hier zwei Tage Fahrpause einzulegen.
Ich hatte mir vorgenommen eine Tagestour in die Halbwüste "Bardenas Reales" zu unternehmen. Das habe ich an diesem 11. Tag unserer Tour dann gemacht. Da die Strecke insgesamt 430 km lang war, legte ich etwa 2/3 des Hinweges auf der Autobahn zurück.
Ich hatte bei der Reisevorbereitung irgend etwas von dieser Halbwüste aufgeschnappt. Die realistische Einschätzung, in diesem Leben noch eine echte Wüste bereisen zu können, ist illusorisch. Daher wollte ich zumindest mal einen Eindruck von solch einer Landschaft und dem Fahrgefühl erfahren.
Es hat mir einen riesigen Spaß bereitet. :-)
Die vorgeschriebene Geschwindigkeit kann ein Motrorradfahrer jedoch nur einhalten, wenn er einen Zahnarzt im Freundeskreis sein Eigen nennt. Mir hat es bei Tempo 30 die Zähne so hart aufeinandergeschlagen, dass ich so lange am Hahn gedreht habe, bis es erträglich wurde. Das sorgte jedoch für eine ziemlich lange Staubfahne und ich dachte, Radarfallen sind überflüssig, die brauchen ja nur die Länge der Staubfahnen ausmessen. Wenn ich Radfahrer oder fotografierende Mitmenschen überholte, bin ich ganz langsam gefahren doch es war nicht viel los, und so genoß ich das Schottern und Sanden aus vollen Zügen.

Erst Tage später habe ich gelesen, das diese Landschaft in Filmen wie "Game of Thrones", "James Bond" und anderen als Drehort diente.
Teile des Bereiches ist millitärisches Sperrgebiet der Luftwaffe. Einige M400 sind sehr niedrig über das Gebiet geflogen.
Der Rest der Gruppe hat sich an diesem Tag am Strand vergnügt und sich in der Stadt umgesehen. Dabei enstand auch das Foto von der Sandmalerei am Strand.



Hier ein paar Fotos die an diesem Tag enstanden sind. Die Aufnahmen sind vom Aussichtspunkt "Begiralekua" aus entstanden.
Zu den Ergebnissen der Erkundung gehörte auch das Lokal
"Antzara Taberna"
Matia Kalea, 14
20008 Donostia / San Sebastián
max. 100 m von unserem Hotel entfernt.
Diese Bar bot alles was wir für ein Maximum an Zufriedenheit benötigten.
Wir waren zum Glück rechtzeitg hungrig und ergatterten noch einen Platz. Kurz danach füllte sich das Lokal schlagartig; eine Traube von Menschen belagerte stehend die Fensterbänke und führten fröhliche Gespräche, während sie aßen und tranken.
Wir haben uns pudelwohl gefühlt.
Am 12. Tag gönnten wir uns alle einen motorradfreien Tag.
Bei einer Standrundfahrt erfuhren wir einiges über die Geschichte der Stadt, über die Stadtteile, besondere Angewohnheiten der Bewohner und all das nützliche und unnütze Wissen das die Studentin in deutscher Sprache den Reisenden mitgeteilt hat. (Kopfhörer)
Ich gönnte mir in unserer Frühstücksbäckerei noch einen "Café Cortado", schließlich war das Motte der diesjährigen Tour ja; "Auf einen kurzen Café Cortado nach San Sebastian"
Hier noch ein paar Schnappschüsse aus der Stadt. Alles scheint sehr sauber, es gab nur wenige, für deutsche Städte so typische "Schmuddelecken".
Dieser Tag war ein Samstag, das Gewusel am Strand war im Gegensatz zum Donnerstag schon recht extrem. Im Laufe des Nachmittags hat sich der Strand noch mehr gefüllt, Bernd, Volker und ich haben uns ebenfalls in den Sand gelegt und auch noch eine ganze Zeit lang das erfrischende Meerwasser für eine Abkühlung genossen.
Börni hat mit der Sonne nicht so sehr einen Vertrag, irgendwie erinnert mich dieses Foto immer an das Buch "Wo ist Willi", :-)
Für unseren letzten Abend hatten wir vorsichtshalber eine Tisch reserviert. Die Reservierung lief auf den Namen Ehlert, das scheint die spanische Übersetzung zu sein.
Leider ist es nun Zeit für den Aufbruch in Richtung Norden und somit Richtung Heimat. Zum Glück haben wir noch ein paar Tage Zeit und interessante Ziele auf dem Zettel.
Die Strecke unseres 13. Tages auf Tour führt uns nach Laruns, einem Ort in den Pyrenäen der ideal als Ausgangspunkt für die weiteren Highlights geeignet scheint. Es sind nur 212 km doch diese führen uns über diese Pässe:
Col d'Ispeguy 672 m,
Col Inharpu 1029 m,
Col Ibarburia 966 m,
Col d'Arangaïtz 832 m und den
Col du Porteigt 875 m.
Die Höhe der Pässe mag nicht so sehr beeindrucken, doch die Streckenführung und die Aussichten an diesem Tag waren es sehr wohl.
Ein letztes tolles Frühstück bei dem Bäcker gegenüber des Hotels.
Ich habe Börni gebeten dieses Foto für mich zu machen. Mein Opa war als Renter in einer Bäckerei als eine Art Hausmeister aktiv. Ich durfte ihn Abends zum Ausladen der Bäckerwagen, nach ihren Touren durch die Dörfer, oft begeleiten und bei der Entsorgung der nicht verkauften und nicht mehr haltbaren Teilchen behilflich sein. Möglicherweise die Wiege meiner Hüftdimensionen. Was geblieben ist, ist die Begeisterung für den Duft von frischem Brot. Wenn es dann auch noch so liebevoll in der Auslage plaziert angeboten und mit warmem Lich angeleuchtet wird, weckt es herrliche Kindheitserinnerungen.
Nach den heißen Tagen in San Sebastian mussten wir uns an die nun deutlich niedrigeren Temperaturen erst mal gewöhnen. Der Himmel war bedeckt und schränkte die Fernsicht erheblich ein. Die Straßenführung entsprach jedoch ganz und gar meinen Erwartungen.
Einige Ausblicke sind es wert auch hier gezeigt zu werden.
Auf dieser Strecke begegneten uns viele Radfahrer, vorwiegend Kinder und Jugendliche oft in Begleitung ihrer Väter, die z.T. auch ein wenig geschoben haben. An vielen Stellen an der Strecke parkten Großeltern und hatten sich mit einer Kamera oder einem Fotoaparat in Stellung gebracht. Wir vermuten es war ein Radevent für den Nachwuchs.
Natürlich sind wir hier besonders rücksichtsvoll gefahren.
An dieser Stelle haben wir eine kleine Pause eingelegt um den Blick ins Tal zu genießen. Volker nutzte die Gelegenheit auf den Hügel neben der Straße zu klettern und von dort Fotos zu schießen. Er fand dabei dieses Skelett. Wir dachten es könne sich um ein Schaf handeln, doch nun scheinen mir die Rippen für ein Schaf doch zu groß. Was es auch immer mal gewesen sein mag, nun haben sich sicherlich einige Tiere daran erfreut.
An den letzten Tagen haben wir häufig die riesigen Geier gesehen, nun kann ich mir auch vorstellen wovon die satt werden.
An der Pausenstelle sind auch diese Fotos entstanden, Volker hab Dank dafür.



Auf der Tour hatten wir viele tierische Begegnungen, hier eine kleine Auswahl.
Gänse, Kühe und Pferde.
Nach einem letzten Tankstop erreichten wir das von uns gebuchte Hôtel d'Ossau.
Das Zimmer war sauber und großzügig aber nicht sehr modern. Bad und Toilette waren getrennte Räume.
Die Motorräder konnten wir in der Nähe in einer verschlossenen Garage abstellen.
Blick nach oben in dem Treppenhaus des Hotels.
Nach dem Duschen und dem natürlich vorher abgesprochenem einheilichen Dresscode warteten wir eine Weile auf einen Tisch für unser Abendessen, das wir in dem Hotel einnahmen und angenehm überrascht wurden.
Wir genossen zur Feier des Tages sogar noch einen Pastis, blickten jedoch mit tiefer werdenden Sorgenfalten in den sich zuziehenden Himmel.
Ein Blick auf den "Dorfplatz von Laruns. Ein idyllisches Örtchen.
In der Nacht kam dann der angekündigte Regen. Leider kein leiser Landregen, den man so mitnimmt, nein es prasselte heftig und ließ keine Zweifel an einem ungemütlichen nächsten Tag aufkommen.
Gestärkt von einem unerwartet guten Frühstück brachen wir auf nach Bagnères-de-Luchon. Eine kurze Etappe von nur 159 Km, doch sollte dieser Tag einer der Höhepunkte dieser Tour werden.
Es standen die Pässe Col de Soulor, Col du Tourmalet, Col d'Aspin und Col de Peyresourde auf dem Plan. Die Pässe sind Bestandteil der Tour de France und die Pässe Col du Tourmalet mit 2115 m und der Col d'Aspin mit 1490 m sind die bekanntesten und schönsten.
Leider hat und das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es hat die meiste Zeit, und vor allem auf den Pässen heftig geregnet und es war zu allem Überfluss auch noch kalt und sehr windig.
Die Radfahrer sollen von aufmunternden Sprüchen und ansprechenden Bildern auf der Straße zusätzlich motiviert werden, das finde ich persönlich eine nette Geeste, doch die Straßenhaftung der Motorrareifen gelangt bei diesen Witterungsverhältnissen so schnell an die Grenze wie bei Glatteis.

Als es gerade mal nicht so schiffte nutzten wir den Moment für eine kleine Pause.

Unsere Navis haben merkwürdige Dinge angezeigt, wir glaubten noch etliche Kilometer fahren zu müssen doch dann standen wir plötzlich vor unserem Hotel und das Navi verkündte "Sie haben Ihr Ziel erreicht".
Das Zimmer war klein aber die Betten groß. Unsere Klamotten konnten wir im Bad und am Fenster zum Trocknen ausbreiten. Die Motorräder fanden in der Tiefgarage, an einem extra für Zweiräder abgetrennten Bereich, einen Stellplatz.

ALTI HOTEL
Der Inhalt der Speisekarte in dem Hotel traf nicht so unsere Erwartungen, doch es war Montag, wir hatten Mühe ein geöffnetes Lokal zu finden. Eine kleine Wanderung durch den Ort bescherte uns jedoch zwei positive Überraschungen.
Börni, Leistungskurs Französisch vor über 45 Jahren reservierte uns vier Plätze in einem Restaurant und wir fanden eine bierausschenkende Gaststätte.
Wir haben unseren Frust über die verpassten Aussichten an den Pässen erfolgreich mit dem köstlichen, wohltemperierten Bier bekämpft und dabei wieder dumme Sprüche gekloppt und uns gefreut, dass uns niemand versteht.
Dann veraschiedete sich der junge Herr vom Nebentisch auf deutsch von uns. Wir sahen erst jetzt, das er ein Trikot vom FC St. Pauli trug.
Darauf angesprochen erzählte er, er sei Schotte, habe in Deutschland studiert und lebe jetzt in Frankreich. Wieder so eine Begegnung die in Erinnerung bleibt.
Auf dem Weg zum Restaurant sind wir an einem Schaufenster mit dieser Auslage vorbeigekommen. Zum Glück war der Laden geschlossen, ich hätte der Versuchung wohl schwer wiederstehen können und das hätte meine Geldbörse verschlankt und mich verdickt.
Glück gehabt.
Das "Restaurant Le Glacier Luchon" war keine Offenbarung aber hat schon gepasst.

Eine Etappe von 375 km liegt vor uns. Wir überqueren die letzten Pässe in den Pyrenäen. Den Col de Portet d'Aspet mit 1069 m und der Pas du Portel mit 498 m liegen auf unserer Route.
Es empfängt uns ein kühler, doch vorerst trockener Morgen.
Die Regenwolken haben sich an der Südseite des Passes festgesetzt, genau auf unserer Rampenseite.
Eine wunderschöne Streckenführung mit anspruchsvollen Kurven und Kehren, leider weckt das Bildmaterial eher Erinnerungen an einen Tauchgang mit einem U-Boot.
Das Foto hier ist nach der Abfahrt auf der Nordseite enstanden, ab hier hat uns der Regen verschont.
Als der kleine Hunger kam tauchte auf der linken Seite dieses Restaurant auf. Ich denke der große Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite und die Hohe LKW-Dichte haben Bernd bewogen den Anker zu werfen.
Kleine Auswahl, kleine Preise aber leckeres Essen. Ein perfekter Ort für eine Stärkung. Wir haben mit viel Glück gerade noch den letzten freien Tisch ergattert.
Restaurant Bar Traiteur Chez Pierrot
15 Av. des Guinguettes
09100 Les Pujols
Frankreich
Bernd hatte relativ kleine Straßen für unsere Route geplant. In einem kleinen Dorf versperrte uns ein LKW und ein Bagger den Weg. Die Bauarbeiter zeigten wir sollen ein Stück weiterfahren und uns dann links halten.
Wir folgten der Anweisung und landeteten an Weidezäunen, auf Bauernhöfen oder einfach auf einem Acker. Wir mussten immer wieder umkehren. Letzendlich sind wir mit fast leern Tanks nach einem großen Umweg in der Nähe des Ortes gelandet in dem wir gegessen hatten.
Nach dem Tankstop erreichten wir dann bald wieder die geplante Strecke.
Das Wetter meinte es nun auch gut mit uns.
Ein letzter Pass für diesen Tag.
Kurven zum genießen.
Eine letzte Rast an einem idylischen Ort vor der Ankunft im Hotel in La Cavalerie.
Der Morgen empfängt uns mit Sonnenschein aber relativ niedrigen Temperaturen. Ein Highlight auf der heutigen 478 km langen Tour, die uns fast direkt nach Norden in Richtung Vogesen und Elsass führt, ist das Viadukt von Millau.
Die Nacht verbrachten wir im
Hotel und Restaurant de la Poste L'envolée 668 Av. Simone Veil
12230 La Cavalerie

Die Zimmer sind sehr einfach und weisen einen Renovierungsstau auf, sind jedoch sehr günstig.

Das Restaurant ist der krasse Gegensatz. Ein heller, moderner und gemütlicher Raum empfängt den Gast, der hoffentlich einen Tisch vorbestellt hat.
Die Speisekarte bietet für jeden Geschmack eine Verlockung und das Essen ist super. Leider hat das jemand dem Inhaber gesteckt und der hat die Preise in die Höhe des Lobes gehängt.
Egal, wir haben es dem Küchenteam gegönnt und den Abend genossen.

Das Frühstück konnte die geweckten Erwartungen leider nicht erfüllen.
Bei Sonnenschein aber niedriegen Temperaturen überquerten wir das Viadukt von Millau und entrichteten die fällige Maut für dieses Erlebnis.
Wir bogen dann ins Tal ab um die Brücke auch zu unterqueren.

In Millau erwartete uns dann eine Überraschung. In Frankreich gab es gerade wieder ein kleines politisches Erdbeben. Die Leute demonstrierten in der Stadt und blockierten mit ihrem Marsch einige Straßen. Wir mussten einen Umweg in Kauf nehmen, kamen aber gut durch.
Bevor wir auf die Demonstranten trafen haben wir schon Polizisten in massiven Schutzkleidungen gesehen. Sie waren gerade auf dem Weg in eine Art Kaserne und hielten sich im Hintergrund. Wir hatten den Anschein als solle die Demo friedlich verlaufen.
Das Viadukt ist ein wirklicher Hingucker. Ein extrem beeindruckendes Bauwerk. Hier mal ein Vergleich zu der Köhlbrandbrücke in Hamburg:
Viaduc de Millau
Länge: 2460 m
Höhe: 270 m
Höhe der Pylonen: 342 m
Köhlbrandbrücke
Länge 3618 m
Höhe: 53 m
Höhe der Pylonen: 135 m
Die Landschaft verändert sich plötzlich. In den letzten Tagen haben wir selten solche Ebenen gesehen.
Auf kleinen Straßen fahren wir an der Tarn entlang. Die Aussicht erinnert an Burgen und Schlösser.
Der Himmel zeigt sich von einer beeindruckenden Schönheit und weckt Hoffnung auf schönes Wetter an den folgenden Tagen.
An diesem Tag erwarteten uns 398 Km weiter Richtung Norden. Das nächste Ziel, Gérardmer liegt in den Vogesen daher standen wieder Pässe auf dem Plan.
Col de Herrenfluh 835 m
Col Amic 825 m
Col du Grand Ballon 1343 m
Col du Hahnenbrunnen 1186 m
Col du Herrenberg 1186 m







Das Hotel der letzten Nacht in Monchanin war nicht so mein Favorit. Ich verkneife mir mal einen Kommentar, ist wie mit Toten, man soll nicht schlecht über sie reden.
Die Strecke führte uns eine ganze Zeit an dem Kanal "Du Midi" entlang.
Kurz gesagt stellt dieser sehr alte Kanal eine Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantic her.
Zum Glück halten wir ja bei jedem Stoppschild brav an, ansonsten hätte es hier teuer werden können. Ich denke diese beiden Motorradpolizisten haben nicht nur ein Brötchen verdrückt. Das sah sehr nach Strategie aus.
Diese Ortsdurchfahrt erinnerte mich an die Straße in Barcelona wo die bunten Regenschirme über der Straße hängen.
Verbreitet sofort gute Laune und den Leuten, die schon am Morgen in der Bar sitzen scheint es auch zu gefallen.
An diesem beeindruckenden Felsen haben wir eine kurze PPPause eingelegt und auf der anderen Straßenseite ein wenig in den Bach geschaut.
Das Geräusch und die Kulisse hatten eine besondere Stimmung.
Der Höhepunkt des Tages war die Fahrt auf den Col du Grand Ballon.
Ich war überrascht von den kurvenreichen Strecken die wir an diesem Tag noch gefahren sind. Der Regen holte uns auch erst kurz vor dem Erreichen des Passes ein.
Wir genossen einen Blick auf den Schwarzwald und dann einen Kaffee und ein Stück Kuchen in dem Lokal hier oben.
Die schon sehr lebenserfahrene Frau hinter dem Tresen, wechselte spontan nach dem ersten Blick auf den nächsten Kunden, zwischen Deutsch und Französisch. Der Sohn der Betreiberfamilie ist Imker. Die Auswahl an Honigsorten, die in dem Lokal ausgestellt waren hat mich, einem Honigliebhaber; sehr beeindruckt.
Am Hotel angekommen fanden wir auf dem Parkplatz einen mit Flatterband abgetrennten Bereich "Für die Motorradgruppe" vor und feuten uns über die Stellplätze direkt neben dem Eingang.
Noch als wir am Abladen waren. kam die eigendliche Gruppe. Nach kurzem Gemeckere und komischen Blicken haben die Leute erkannt, dass der Platz auch für vier weitere Mopeds ausreicht und der Stellplatz 20 cm neben dem der letzten zwei Nächte auch okay ist.
Wir haben kurz mir zweien aus der Gruppe geschnackt, die Ihr Stiefelbier genossen.
Ein Anbieter von Motorradwochenenden hatte diese Tour aungeboten und die Teilnehmer haben sich eher spontan entschieden dort mitzufahren. Das Revier ist für ein Wochenendevent auch bestens geeignet.
Das Restaurant, von dem Bernd uns in den letzten Tagen vorgeschwärmt hatte, war ausgerechnet an diesem Abend geschlossen. Er kannte aber eine Alternative. In dem Laden gab es leckere Burger und als Nachtisch einen vorzüglichen Rum. Mein Favorit war der mit Vanillearoma.
Ein besonderer Hingucker war neben der Bedienung, das Motorrad an der Wand.
Fazit, eine, für eine Heimfahretappe erstaunlich schöne Route mir einem trotz mittlerweile starkem Regen, schönen Abschluß.
Die vorletzte Etappe dieser Reise, 404 km durch die Vogesen und das Elsaß bis nach Butzbach.
Die letzten Pässe der Tour:
Col de la Schlucht 1139 m
Col du Calvaire 1134 m
Col du Bonhomme 949 m
Col des Bagenelles 905 m
Col du Louchpach 978 m
Col de Sainte-Marie 772 m
Der beschriebene Parkplatz auf dem Börni und ich auf den Aufbruch warteten.
Dieser Kartenausschnitt zeigt den schönsten Teil des Tages, kurvenreiche Strecken durch Waldgebiete.
Stellvertretend für die Kurven und Ausblicke dieses Foto.
Nun wird der Rest der Reise fast nur noch aus Autobahnetappen bestehen.
Hier noch eine kurze Rast bevor wir unser Tagesziel erreichen.
Wir haben unser Hotel recht früh erreicht, so blieb vor dem Essen noch Zeit für einen Spaziergang durch den Ort.
In diesem beeindruckend schön dekorierten Café erhielt ich außer einem wohlschmeckenden Aufguss der Hausmarke noch ein wirklich nettes Gespräch.
Als ich Volker kurz danach im Ort traf, lud ich ihn ein mit mir dort noch eine Hausmarke zu probieren.
Leider war die Inhaberin gerade mit dem Schließen beschäftigt, zu spät für eine Tasse, doch dieses tolle Foto hat Volker noch geschossen.
Empfehlung:
Claudys Kaffeerösterei
Wetzlarer Str. 4
35510 Butzbach
Bilder von dem weitern Rundgang und von dem Restaurant, mit dem passenden Namen "Blaues Haus am Marktplatz", in dem wir gegessen haben.
Mit hat es dort sehr gut gefallen. Neben dem schmackhaften Essen genossen wir, das Börni mal etwas über sich und seinen ineressanten beruflichen Werdegang erzählte.
Wurde auch mal Zeit, schließlich kennen wir uns ja schon über 30 Jahre. :-)
Der letzte Tag war so anders als die vorherigen Tage, zuerst haben wir uns auf der Autobahn verloren. Bernd war so weit voraus, das er ausserhalb der Kommunikationsreichweite war als dringend eine Pipipause anstand.
Wir trafen uns dann zwar an der Tankstelle wieder, an der ein Tankstopp geplant war, doch dort trennten sich dann unsere Wege.
Bernd wollte unterwegs noch eine Bekannte besuchen, Volker zog es zu seinen Enkelkindern, Börni wollte auf direktem Weg nach Hause und ich war zum 30. Geburtstag meines Patenkindes eingeladen.
So zerfleddert haben wir noch keine Tour beendet.
Mein Fazit, die Ziele haben meine Erwartungen übertroffen. Obwohl ich schon mehrmals in den Pyrenäen war, entfacht diese Landschaft mit den tollen, verkehrsarmen Straßen ohne die omnipräsente Bevormundung durch einen Verkehrsschilderwald immer wieder meine Begeisterung.
Als ich 2023 in den Pyrenäen unterwegs war traf ich eine Gruppe Motorradfahrer aus der Schweiz. Auf meine Frage, was bewegt jemanden der in den Bergen wohnt, in die Pyrenäen zu fahren, kam die Antwort spontan.
Tolle Landschaft, wenig Verkehr und keine hinterlistigen Radarfallen.