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Kurvenfahren

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Motorradfahren ist eine Art Fortbewegung, die sehr viel Freude bereiten kann. Vielfach wird aber vergessen, dass diese Freude, dieses Vergnügen einfachen physikalischen Gesetzen folgt. Dies betrifft vor allen Dingen Prozesse, die an der Schnittstelle Straße/Motorrad ablaufen.

Zunächst einmal einige Gedanken zum Kurvenfahren oder "Schnell ist sehr schnell zu schnell".
Bei unseren ersten Gedanken wollen wir die Reibungskräfte, - obwohl lebenswichtig - ausser Acht lassen. Dazu wählen wir folgendes Beispiel: Der Motorradfahrer durchfährt eine kreisrunde Bahn mit überhöhten Kurven und einem bestimmten Radius (z.B. bekannt aus Steherrennen). Der Fahrer hält sein Motorrad im rechten Winkel zur Bahn. Somit treten keine seitlichen Reibungskräfte auf. Die Überhöhung der Kurve ist durch den Neigungswinkel a gegeben. Unter diesen Bedingungen besteht zwischen der Geschwindigkeit (v), dem Kurvenradius (r), der Schwerkraft auf der Erde (g) und dem Neigungswinkel folgender Zusammenhang:

v hoch 2 = r*g*tan a

Deshalb können Artisten auf dem Jahrmarkt oder im Zirkus bei mittlerer Geschwindigkeit in einer kleinen runden Kugel waagrecht fahren (a = 90°).
Im richtigen Leben sieht das natürlich anders aus. Da die Kurven nicht überhöht sind, muss sich der Motorradfahrer in die Kurve legen. Dieses "sich in die Kurve legen" entspricht dem Neigungswinkel a der überhöhten Kurve.
Eine normale, nicht überhöhte Straßenkurvenkurve kann nur wegen der Haftreibung durchfahren werden. Diese Reibung verhindert, dass der Reifen seitlich wegrutscht. Unter Berücksichtigung der Reibung kann eine Kurve maximal mit der Geschwindigkeit

max. Geschwindigkeit = Wurzel aus (Reibung * Erdbeschleinigung)

durchfahren werden.

Die Haftreibung zwischen Reifen und Strasse liegt zwischen 1,2 und 0,1.
trockener Asphakt = 1,2
trockenes Kopfsteinpflaster = 0,9
nasser Aphalt = 0,6
nasses Kopfsteinpflaster = 0,5
Reifglätte = 0,2
Eisglätte = 0,1

Je geringer die Reibung desto geringer muss auch die Kurvengeschwindigkeit sein.

Was - in Abhängigkeit von Geschwindigkeit, Gewicht, Kurvenradius und Fahrbahnzustand - machbar ist, kann dem interaktiven Kammschen Kreis [32 KB] entnommen werden. Die theoretischen Grundlagen findet ihr im Buch "Die obere Hälfte des Motorrads" von Bernt Spiegel.

Bei diesen Betrachtungen handelt es sich um rein theoretische Überlegungen. Das Kurvenverhalten wird aber auch durch den Zustand der Strasse, den Zustand der Stoßdämpfer, den Reifendruck, den Zustand der Reifen, die Größe und Dicke der Reifen beeinflußt.
Darüber hinaus gibt es noch viele andere Faktoren, die das Kurvenverhalten eines Motorades beeinflussen können. Deshalb können wir auch keine Garantie für das erfolgreiche Kurvenfahren geben.



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Bei diesen Betrachtungen handelt es sich um rein theoretische Überlegungen. Das Kurvenverhalten wird aber auch durch den Zustand der Strasse, den Zustand der Stoßdämpfer, den Reifendruck, den Zustand der Reifen, die Größe und Dicke der Reifen beeinflußt.
Darüber hinaus gibt es noch viele andere Faktoren, die das Kurvenverhalten eines Motorades beeinflussen können. Deshalb können wir auch keine Garantie für das erfolgreiche Kurvenfahren geben.


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